Liebe Freunde, mein Name ist Erik, ich bin 28 Jahre alt und habe die Diagnose spastische Tetraparese. Trotz meiner schweren Behinderung und mehrerer Diagnosen wie Allergien, Asthma, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Reflux, Speiseröhrengeschwüre, Inkontinenz… Ich bin ein großer Kämpfer und eine fröhliche Truppe. Ich kann zwar nicht sprechen, aber ich liebe das Leben, gute Laune, Lachen… Ich liebe meine Familie, meine Freunde aus dem DSS, die Menschen um mich herum, Tiere, die Natur, Wasser, Musik, verschiedene soziale Aktivitäten und ich trainiere sehr gerne mit meiner Gruppe im Adeli Medical Centre.
Mein ganzes Leben lang wird für mich gesorgt, vor allem von meiner Mutter, meiner Großmutter, persönlichen Assistenten, Therapeuten, Betreuern und Krankenschwestern aus der Tagespflegeeinrichtung… Mein Lebensweg ist nicht einfach, aber ich gebe niemals auf…
Ich wurde in der 31. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt geboren, bekam eine Lungenentzündung und bei der zweiten Platzierung eines zentralen Venenkatheters wurden meine Lungen getroffen und ich musste 10 Minuten reanimiert werden, was zu einer schweren Hirnschädigung führte. Seit meinem 2. Lebensmonat praktiziere ich die Vojta-Methode. Im Jahr 1995 reagierte ich schlecht auf den Lebendimpfstoff POLIO und motorisch ging es komplett zurück, ich musste alles neu lernen. Trotz ständigen Übens musste ich mehrere orthopädische Operationen über mich ergehen lassen. Am meisten half mir die ULZIBATH-Methode. Im Juni 2015 absolvierte ich zum ersten Mal eine intensive Rehabilitation in ADELI.
Regelmäßige Neurorehabilitation einschließlich HBOT (hyperbarer Sauerstofftherapie), bei der ich über eine 100%-Maske Sauerstoff einatme Sie helfen mir sehr, aber sie sind finanziell sehr anspruchsvoll. Vor zwei Jahren war ich dem Himmel nahe, aber ich habe es ENDLICH GESCHAFFT, dank der Ärzte, Krankenschwestern, aber vor allem der Familie (meine Mutter hat sich fast 4 Monate lang 24 Stunden am Tag im Krankenhaus um mich gekümmert). Ich hatte eine bakterielle Lungenentzündung, musste operiert und wiederholt drainiert werden, hatte eine Kanüle im Hals, durch die ich atmete, nach der Lungenoperation lag ich an der Beatmungsmaschine, mir wurde auch eine Magensonde gelegt, weil ich nicht essen konnte, litt unter Unterernährung und hatte ein hohes Risiko der Aspiration von Nahrung. Die PEG-Sonde wird für immer bleiben. Nach 6 Monaten war ich endlich ohne Halskanüle und ohne Bakterien und konnte wieder in die Gemeinschaft und mit dem Training beginnen.
Der Regenerationsweg war wirklich sehr anstrengend, es hat fast zwei Jahre gedauert, bis ich wieder das Niveau von vor der Krankheit erreichte. Dafür danke ich auch der regelmäßigen Rehabilitation in ADELI. Seit ich hier re halte, brauchte ich keine orthopädische Operation und auch dank HBOT kann ich besser und auch tief atmen und auch selbst abhusten, endlich muss man mich nicht mehr absaugen. Ich beherrsche Rumpf und Kopf besser, ich beherrsche die Arme besser, meine Gelenkbeweglichkeit hat sich verbessert, ich kann Lippen zusammenführen und wieder Laute und Konsonanten von mir geben, ich schlucke besser und arbeite mit der Zunge und versuche zu kooperieren und mich aktiv einzubringen, mein Sitzen hat sich verbessert. Die intensive Rehabilitation hilft mir sehr und ich werde sehr DANKBAR UND GLÜCKLICH sein, wenn Sie mich unterstützen, damit ich sie wieder absolvieren kann.
Euch allen gebührt ein großes Dankeschön von mir und Mama!