Klaudia ist 15 und stolz auf ihren frisch erhaltenen Personalausweis. Sie ist einfach groß geworden 😊. Seit ihrer Kindheit lebt sie nur mit ihrer Mutter Zuzka zusammen, die ihre beste Freundin ist.
„Wir sind eine reine Frauenfamilie“, sagt Zuzana. Ihr einziges Kind wurde termingerecht geboren, aber geringfügige Blutungen während der Schwangerschaft könnten dazu geführt haben, dass die kleine Kajka von Anfang an deutlich in ihrer Entwicklung zurückblieb.
Nach einer Tour von Untersuchungen bekamen sie es schließlich schwarz auf weiß in ihren Gesundheitsunterlagen – Zerebralparese spastische Quadriplegie. „Ich musste mein Leben auf andere Weise ordnen, aber das macht nichts. Sehr bald warf ich das Bedauern ab und wir stellten uns auf ein Leben mit einer Behinderung ein. Und uns geht es gut“, sagt sie mit Liebe und blickt auf ihre jugendliche Kajka.
Das junge Fräulein ist zu hundert Prozent auf den Rollstuhl angewiesen, als sie jünger war, keimte kurz die Hoffnung, dass sie vielleicht wieder aufstehen könnte. „Mit Unterstützung schafft sie heute wirklich nur eine minimale Distanz.“ Und da Kajkas Beine nicht nur nicht gehorchen, sondern auch die Arme – der linke ist völlig geschwächt – ist sie vollständig von anderen abhängig. Mit ihrer Mutter sind sie hundertprozentig miteinander verbunden, sie können sich gegenseitig aufziehen und über alles reden. Die Sprache ist zwar nicht hundertprozentig, aber die Mutter versteht alles.
„Mama hilft mir bei allem, beim Anziehen, beim Waschen, auch wenn ich etwas trinken möchte. Aber essen kann ich selbst. Mit dem Löffel“, prahlt Kajka, die Gesellschaft liebt, wunderschön lacht und jedem nach einer Weile gute Laune macht. Sie geht auf eine Sonderschule, dort sind sie zu zehnt im Klassenzimmer und sie hat dort auch Freunde. Zu Hause Gesellschaft leisten ihr die Hunde Jersey und Bela.
Do ADELI chodí jedermal im Jahr für einen Aufenthalt. Zu den Rehabilitationen fügt sie auch eine hyperbare Kammer hinzu. „Für meine Tochter ist es die ideale Kombination, sie verlässt ADELI immer nicht nur erholt und motiviert, sondern auch flexibler. Bei einer Tetraparese ist intensive Rehabilitation unerlässlich. Man muss üben, damit sich die Muskeln nicht verkürzen, um Spastiken vorzubeugen, damit der Körper nicht schmerzt.“ Ideal wäre es, mindestens zwei Aufenthalte pro Jahr zu absolvieren, aber da Zuzka allein in Kajk ist, ist dies ohne die Hilfe guter Menschen und Spender unrealistisch. In Adeli mag Klaudia am liebsten das Training im, wie sie selbst sagt, „blauen Anzug“. Denn darin kann sie auch „ein bisschen“ gehen, und Gehen ist ihr größter Wunsch im Leben.