Er ist zehn und lernt zum dritten Mal laufen. Und jedes Mal spürt man die riesige Freude und Liebe in den Augen seiner Eltern. Und eigentlich ist es auch Bewunderung. Denn ihr Tomáš ist ein großartiger Kämpfer. „Je älter er wird, desto bewusster ist er und man merkt ihm gar keine Apathie an. Ganz im Gegenteil, er will wieder alles machen wie früher. Deshalb will er üben, er jammert nicht, von Faulheit ist er sehr weit entfernt“, sagt Mutter Lenka.
Tomáš's start in life was not ideal. He was born with a so-called clubfoot. This is a congenital deformity of the feet, which are arched downwards with the top of the foot facing downwards. Tomáš, from infancy, had casts on his legs up to his thighs for a long time, as he had a more severe degree of the condition. However, the treatment and care in Bratislava were not ideal, so the family decided to seek specialists in Vienna, where they still go for check-ups. Tomáš underwent two operations there, the last of which was a tendon transfer. He was 5 years old then and had to learn to walk all over again.
Normalerweise ging er zur Schule, Spuren eines Hufabdrücke sind heute auf den ersten Blick nicht mehr zu sehen. Er geht zur Kontrolle nach Wien, zuletzt war er im Mai dieses Jahres dort und alles verlief bestens. Tomáš spielte Fußball, was ihm sehr gefiel, er fuhr Fahrrad, er hatte keine Bewegungseinschränkungen. Wir sprechen jedoch in der Vergangenheitsform. Denn am Freitag, dem 13. September 2024, kam es dazu. Ein wahrhaft schwarzer Tag. Tomáš ging mit einem Freund denselben Weg wie jeden Tag von der Schule nach Hause. Er rief immer seine Mutter an, dass er schon zu Hause sei. „Aber diesmal nichts. Ich war bei der Arbeit und geriet in Panik. Wenige Minuten später rief mich mein Schwager an und sagte, dass Tomi von einem Auto angefahren wurde“, beschreibt Mutter Lenka. Als sie am Unfallort ankam, war ihr Sohn bereits im Krankenwagen. Im Krankenhaus von Martin wurde er ins künstliche Koma versetzt. Die Ärzte sprachen vorsichtig, man musste mit dem Schlimmsten rechnen. Der Zustand des Jungen war sehr ernst, die linke Lunge funktionierte nicht, Wasser wurde abgesaugt und das linke Bein war in einem katastrophalen Zustand. „Fast aus dem Becken gerissen. Zuerst wurde das Becken und der Oberschenkelknochen operiert, dann die geplatzte Blase, 13 Tage auf der Intensivstation waren schwer. „Die ganze Zeit hofften wir auf ein Wunder. Unser Tomi verdiente kein solches Schicksal. Er hat ja seit seiner Geburt so viel gelitten. Dies war ein so absurder Unfall, dass man es kaum glauben mag. Leider ist es passiert“, sagt Lenka. Tomáška wurde nämlich von einem Auto überfahren, das die Besitzerin kurz zuvor abgestellt hatte. Sie hatte ein neues Auto, ein Automatikgetriebe, mit dem sie noch nicht vertraut war. Offensichtlich. Sie vergaß nämlich, den Knopf der Handbremse zu drücken, und stellte das Auto auf einem leichten Gefälle ab. Nach einer Weile rollte es jedoch los, fuhr den Hügel hinunter und rammte Tomáš von hinten in den Rücken. Sein Freund fiel zur Seite, aber Tomáška erfasste das Auto. „Etwas Verrücktes“, bemerkt Tomis Vater, der sofort mit seiner kleinen Tochter zu Hause blieb, damit Mutter Lenka im Krankenhaus bei ihrem Sohn sein konnte.
Tomi erinnert sich an alles, auch an die Momente „unter dem Auto“. Im Krankenhaus schrie er im Schlaf, er erlitt einen großen Schock, aber „wir kommen davon weg und stehen vor einer neuen großen Herausforderung. Wieder auf eigenen Beinen stehen. Denn die Prognosen sind endlich optimistisch. Es wird nur viel Mühe, Kraft und Geld kosten. Deshalb erlauben wir uns, gute Menschen um Hilfe zu bitten und zu ersuchen.“ Ins Adeli kamen sie praktisch sofort nach 2 Monaten im Krankenhaus, genossen ihren Sohn ein paar Tage zu Hause und kamen nach Piešťany. Vier Leute hoben Tomáška vom Bett auf die Liege. Er war ein hundertprozentiger Bettlägeriger. Gegen Ende des ersten Aufenthalts im Adeli stand er jedoch schon selbst aus dem Bett auf und hielt sich kurz ungestützt im Stehen. „Es ist super, denn ich weiß, dass ich gehen will, muss und werde. Ich muss hierher zurückkehren“, sagt der Junge, der nicht über die Autofahrerin sprechen oder sie treffen will. Sie hat ihm das Leben völlig dumm und unnötig verkrüppelt. Auch wenn es ihr leidtut und sie sich nicht vor der Verantwortung scheut, konzentriert sich Tomáš auf anderes. Denn er will wieder seine Fußballschuhe anziehen und Fußball spielen.