Es war Freitag, der 13. November 2024. Drei Tage zuvor war sie vierzig geworden, sie war gesund, schön, voller Leben. Am Samstag planten sie eine gemeinsame Feier zu ihrem Geburtstag und dem siebzigsten Geburtstag ihrer Schwiegermutter. Doch das Schicksal hat es anders verfügt.
Es war ein Moment, der sich leider durch unglückliche Umstände in eine unendlich lange Zeit dehnte. Broňa war allein zu Hause, ihr Mann Peter war nämlich auf einer einwöchigen Dienstreise. Als er ihr wie immer abends anrief und sie nicht abnahm, dachte er sich, vielleicht schlummert sie, wir verbinden uns morgen früh. Nur, dass morgens das Handy schon leer war. Peter wurde von bösen Vorahnungen übermannt, Broňa ging schließlich jeden Morgen zur Arbeit, sie arbeitete in einem Kindergarten, sie liebte es dort. Sie fühlte sich dort wie ein Fisch im Wasser, obwohl sie keine eigenen Kinder hatten. Ein Anruf im Kindergarten ließ Peter zusammenbrechen, sie sagten, Bronka sei nicht bei der Arbeit und sie sei auch gestern nicht dort gewesen…
Er wollte und konnte nicht warten, er war weit weg von zu Hause. Also alarmierte er über die Ferne Hilfe. Und die schlechten Nachrichten begannen wie am Fließband zu hageln... Broňa lag regungslos auf dem Flur, das Schlimmste ist, dass sie wahrscheinlich schon seit gestern Morgen so dort gelegen hatte. Der Kampf ums Überleben begann. Wahrscheinlich eine geplatzte Aneurysma, bei der es buchstäblich um Minuten geht. Sofortige Operation, nach der Broňa paradoxerweise sofort in ein anderes Krankenhaus gebracht wurde. Am nächsten Tag gab es eine erneute Blutung, die Ärzte entschieden sich auch für die vorübergehende Entfernung des Schädelknochens. Der Aufenthalt auf der Intensivstation war kritisch, aber Broňa kämpfte und obwohl sie eine Tracheostomie hatte, konnte sie kommunizieren. Der einmonatige Aufenthalt auf der Neurologie verschlimmerte jedoch ihren Zustand. Sie magerte bis auf die Knochen ab, dazu ein riesiger Dekubitus, und sie hörte auf zu sprechen, es kam zu einer expressiven Aphasie, bei der der Patient versteht, aber nur schwer Worte und Sprache formen kann. Wenn sie etwas sagen wollte, ging alles unter Tränen. So ist es mehr oder weniger bis heute, obwohl es definitiv eine Verbesserung in der Kommunikation gibt. Und sie spricht nicht in Worten, sondern schön in ganzen Sätzen. Als sie während ihres Rehabilitationsaufenthalts ihrem Mann den Satz sagte: „Ich habe Lust auf Cremesuppe“, gab es keinen glücklicheren Mann auf der Welt.
Der einzige Weg zu einem besseren Leben für Broňa in den kommenden Monaten sind Fachrehabilitationen. Sie sind das A und O ihres Gesundheitszustandes. Nichts ist wichtiger. Broňa hat bereits einen Aufenthalt im ADELI-Zentrum absolviert. Zu ihrem Gewicht von fünfzig Kilo ist es zwar noch weit, aber jedes Kilo, das sie zunimmt, zählt. In ihrem gesunden Leben war sie wie ein Arbeitstier – fleißig, energisch, pedantisch, sie versuchte, nichts liegen zu lassen und alles perfekt zu machen. Jetzt muss sie das in den Willen zu üben umwandeln. Sie muss. Auch wenn ihr dünner Körper müde ist, auch wenn sie keine Lust hat, auch wenn sie weinend sagt, dass sie nicht kann. Mental ist sie in Ordnung, sie versteht alles und eine riesige Ermutigung für alle sind die Worte der Physiotherapeuten, die sagen, dass ihr Körper voll funktionsfähig ist. Das bedeutet, dass die Chance besteht, Bronka wieder voll in das Leben zurückzuführen, und sie ist nicht unrealistisch. Mit den Rehabilitationen darf sie nicht aufhören. Es ist erstaunlich, dass sie schon auf dem Rollstuhl sitzen kann, sie konnte sich sogar im Stehen an den Barren halten, mit einer Schere kann sie Papier schneiden, sie beginnt auch mit dem Schreiben. Wunder geschehen, Broňa ist ein klares Beispiel dafür. Sie muss ins ADELI zurückkehren, sie möchte eines Tages aus eigener Kraft gehen. Sie ist erst vierzig und hat das Leben noch vor sich.