Es kam wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Ein rüstiger Mann erlitt während seiner morgendlichen Routine einen ischämischen Schlaganfall. Er war mitten im Leben, mit einer gut laufenden Karriere und einem glücklichen Familienleben. Der Schlag änderte alles. „Natürlich zum Schlechteren“, sagt der 53-jährige Erik.
Heute, Jahre nach jenem „schwarzen Tag“ im Jahr 2021, versucht er immer noch, sich ins normale Leben einzufügen. Er ist sich aber bewusst, dass es nie wieder so sein wird wie früher. Äußerlich hat er sich scheinbar von dem Schlimmsten erholt, aber der Schein trügt. Denn Erik muss mit post-stroke pain (CPSP) leben – einem seltenen und extrem anspruchsvollen neuropathischen Schmerzsyndrom, das durch eine Schädigung tiefer Gehirnstrukturen entsteht. „Es beeinträchtigt mich jeden einzelnen Tag. Es schränkt meine Mobilität ein und macht selbst die einfachsten Tätigkeiten anstrengend. Ich würde es als eine Kombination aus Gänsehaut, stechenden, brennenden und kribbelnden Schmerzen beschreiben“, erklärt Erik.
Er gibt zu, dass ständige Schmerzen auch eine enorme psychische Belastung darstellen. Anfänglich war es jedoch extrem schwierig. Er war nervös wegen sich selbst, und sein Umfeld litt ebenfalls. „Die Ehe zerbrach schließlich, aber meine inzwischen erwachsenen Kinder sind zweifellos die größte Freude in meinem Leben.“ Tatsächlich verlor er auch seinen Job, der stark vom häufigen Reisen abhing. Aber Erik kann nicht mehr Auto fahren, er wog die Vor- und Nachteile rational ab. CPSP hat seine kognitiven Sinne geschwächt, „ich habe freiwillig beschlossen, nicht mehr hinter das Steuer zu gehen. Meine Wahrnehmung ist nicht hundertprozentig und ich gefährde im Auto nicht nur mich selbst, sondern auch andere.“
Postapoplektische Schmerzen sind immer noch ein unerforschtes Gebiet, Erik hat alles Mögliche versucht und nie aufgehört, sich zu bemühen. Er nahm Medikamente, absolvierte Physiotherapie, probierte verschiedene Behandlungen aus, passte seinen Lebensstil an und suchte nach allem, was ihm helfen könnte, seine Funktionalität wiederzuerlangen und die ständigen Schmerzen zu lindern. „Manches half zumindest ein wenig, manches gar nicht – aber ich gebe nicht auf. Neben den neuropathischen Schmerzen kamen auch Darmbeschwerden hinzu, was sehr unangenehm und destabilisierend ist. Trotzdem versucht Erik, optimistisch zu bleiben: „Wenn sich mein Zustand nicht mehr verbessern lässt, soll er sich wenigstens nicht verschlechtern.“
Er setzt große Hoffnungen in einen intensiven Rehabilitationsaufenthalt in Adeli, einem der fortschrittlichsten Zentren Europas. Erik bedankt sich schon jetzt bei jedem, der sich entschließt, zu seinem Aufenthalt in Adeli beizutragen. „Ich möchte noch selbständiger und unabhängiger sein, ich suche Arbeit und ich möchte das Leben in vollen Zügen genießen. Adeli ist für mich nicht nur Rehabilitation, sondern eine Gelegenheit, meine Mobilität und Koordination deutlich zu verbessern, mehr Unabhängigkeit im Alltag zu erlangen und potenziell auch die Intensität von CPSP zu verringern. Post-Schlaganfall-Schmerzen wünsche ich niemandem.“