Lenka studierte Hochgebirgsbiologie an der Universität Žilina. Sie mochte sich in der Natur aufhalten, besonders in den Bergen. Sie widmete sich dem Wandern, Bergsteigen und Skibergsteigen. Sie nahm an Wettkämpfen im Berglauf (Skyrunning) teil. In dieser Disziplin war sie sehr erfolgreich. Im Jahr 2023 gewann sie zwei Medaillen bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Andorra.
Im Sommer 2024 war sie mit einer Gruppe von Studenten im Rahmen eines Urwald-Monitoring-Projekts in den rumänischen Karpaten. Auch während ihres Aufenthalts setzte sie ihr Lauftraining fort. Eines Morgens ging sie joggen und stürzte einen steilen Hang von etwa 50 Metern hinunter. (An die genauen Details erinnert sie sich nicht.) In dem schwer zugänglichen Gelände dauerte es mehrere Stunden, bis ihre Kollegen sie fanden und den Rettungsdienst riefen. Ein Hubschrauber brachte sie in ein Krankenhaus in Sibiu. Sie erlitt sehr schwere Verletzungen, darunter mehrere Knochenbrüche und eine Gehirnverletzung, die zu einem Koma führte.
Nach drei Tagen wurde sie nach Košice in die Klinik für Traumachirurgie des Universitätsklinikums L. Pasteur gebracht. Nach 33 Tagen erwachte sie aus dem Koma, das war am 12. September. Sie war desorientiert, konnte sich nicht bewegen, aber sprechen. Sie verbrachte noch eine weitere Woche im Krankenhaus, nach der Entlassung kümmern sich ihre Eltern um sie. Dank intensiver Rehabilitation verbessert sich ihr Zustand langsam. Sie absolvierte zwei Rehabilitationsaufenthalte in Adeli und weitere in anderen Einrichtungen.
Ihr Gedächtnis und ihre geistigen Fähigkeiten kehrten ziemlich schnell zurück, aber es bestehen weiterhin erhebliche Bewegungseinschränkungen. Sie hat ihre rechte Hand recht gut unter Kontrolle, kann sich selbst ernähren, waschen, mit dem Computer und Handy arbeiten, Tischtennis spielen. Sie kann problemlos sitzen, mit Unterstützung stehen und versucht, erste Schritte zu machen. Beim Motomed Sie schafft jeden Tag 20 km. Sie ist jedoch immer noch an einen Rollstuhl gefesselt und benötigt praktisch ständige Betreuung.
Hauptinhalt ihrer Tage sind Reha-Übungen. Sie hat den Charakter einer Kämpferin und gibt die Hoffnung nicht auf, in ein aktives Leben zurückzukehren. Sie freut sich, im Kreise ihrer Familie sein zu können. Sie verbringt gerne Zeit im Freien und geht spazieren, aber nur dort, wo man mit dem Rollstuhl hinkommt. In diesem Schuljahr möchte sie ihre Diplomarbeit fertigstellen und ihr Universitätsstudium erfolgreich abschließen. Am wichtigsten sind jedoch für sie intensive Rehabilitation, um so viel wie möglich kehrte ins aktive Leben zurück.