Matej war erst 10 Jahre alt, als er auf einem Zebrastreifen von einem Auto angefahren wurde. Eine schwere Gehirnverletzung raubte ihm seine Kindheit und sein normales Leben. Er lag acht Monate im Koma und die Ärzte machten ihr keine große Hoffnung. Sie deuteten seiner Mutter Mirka an, sie solle sich auf eine Zukunft mit einem liegenden und geistig behinderten Sohn vorbereiten. „Ich wollte es nicht wahrhaben. Ich war ununterbrochen bei ihm, und als er nach acht Monaten aus dem Koma erwachte, wusste ich, dass wir eine zweite Chance im Leben bekommen hatten und alles Unmögliche tun würden, damit Matejko wieder ein Leben führen konnte.“
Er ist heute 27 Jahre alt. Er ist auf die Hilfe seiner Mutter angewiesen, die sich ununterbrochen um ihn kümmert. Trotzdem hat Matej Enormes geleistet – er kann sitzen, trinken, zum Beispiel ein Croissant essen, mit einem Gehwagen ein paar Schritte gehen und fährt Dreirad. Er versteht alles, nimmt seine Umwelt wahr und kann lächeln. Er spricht nicht, artikuliert aber deutlich, kurz gesagt – man kann sich mit ihm verständigen. “Mental hat er das Niveau eines etwa 12-jährigen Kindes erreicht, aber wie seine Angehörigen sagen: „Gott sei Dank, dass es wenigstens so ist.“.
Nach der Tragödie zerbrach Mirka's Ehe, ihr Vater kam mit der Situation nicht zurecht, und so war Mirka mehr oder weniger allein für alles verantwortlich. Sie gibt zu, dass sie sich in den ersten beiden Jahren nach dem Unfall voll und ganz auf Matejko konzentrierte. Die Rehabilitationen waren und sind für ihn entscheidend. Kein anderes Medikament hilft bei seinem Zustand. „Nach unserem Aufenthalt in Kováčová gingen wir zu Adeli. Wir waren einen Monat dort, dann einen Monat zu Hause und wieder Adeli. In Adeli ordneten sie an, die PEG-Sonde zu entfernen, damit er lernen konnte zu schlucken und oral zu essen. In Adeli brachten sie ihn aus der liegenden in eine sitzende Position. Die Welt vom Rollstuhl aus ist schöner und fröhlicher als vom Bett aus“, lobt Mutter Mirka die Fortschritte ihres Sohnes.
Sofort nach dem Unfall kündigte sie ihren Job und wurde zur Betreuerin ihres Sohnes. Und das dauert bis heute an, schon unglaubliche 17 Jahre. Sie sind aneinander gebunden, haben sich nicht sattgesehen. Matej malt gerne, hört Musik, Mirka hat ihre Welt in der Schmuckherstellung gefunden. „Ich nenne es Therapie durch Arbeit und es macht mir Spaß.“
Rehabilitationen sind jedoch ein unverzichtbarer Bestandteil von Maťkos Leben. Er muss nach Adeli zurückkehren, damit sich die Sehnen nicht verkürzen und seine Schritte mit dem Gehwagen stabiler und sicherer werden. „Er hat immer noch Fortschrittschancen, aber ohne die Unterstützung und Hilfe guter Menschen haben wir keine Chance, nach Adeli zu kommen. Ich werde von Herzen dankbar sein für jeden, der zu Matejko beiträgt. Jeder Beitrag hat eine große Bedeutung.“