Seine Werte im Leben waren schon lange klar gesetzt – Familie, Arbeit und Sport. Auf seine Frau Aďka und seinen Sohn Mirko könnte er nicht verzichten, über seinen Beruf – das Lehramt – könnte er stundenlang ehrfürchtig sprechen. Noch letztes Jahr lief er seinen ersten Marathon auf der Strecke Šaštín – Skalica – Šaštín und das gleich in einer wunderbaren Zeit von 3 Stunden und 31 Minuten. Danach kaufte er sich neue Turnschuhe, damit es sich noch besser läuft. Alles änderte sich am 30. September 2025.
Beim abendlichen Rasenmähen traf ihn plötzlich unerträglicher Kopfschmerz. Er schrie vor Schmerz. Sein 12-jähriger Sohn Mirko rief zuerst seine Mutter an, die gerade nicht da war. Als sie ihm jedoch sagte, dass sie erst in fünf Minuten da sein würde, zögerte Mirko nicht und rief den Krankenwagen. Heute weiß die Familie, dass gerade seine schnelle Reaktion das Leben seines Vaters gerettet hat.
Untersuchungen zeigten eine geplatzte Aneurysma und eine ausgedehnte Hirnblutung. Die Ärzte waren überrascht, dass Martin trotz der schweren Diagnose noch zwei Stunden bei Bewusstsein war, kommunizierte und Arme und Beine bewegen konnte. Danach verschlechterte sich sein Zustand jedoch rapide. Es folgten eine Verlegung nach Bratislava, eine schwierige Operation und lange Wochen der Ungewissheit. Weitere Komplikationen traten auf. Hoher Blutdruck, Fieber, Infektionen, Bakterien. Das Erwachen verzögerte sich. Die Familie hörte jedoch nicht auf zu glauben. Ehefrau Aďka funktionierte wie ein Roboter. Sie unterrichtete in der Schule, reiste zu ihrem Mann ins Krankenhaus und kehrte abends nach Hause zu ihrem Sohn zurück. Mirko hatte Angst um seinen Vater, beide waren traurig. „Wir haben uns gegenseitig über Wasser gehalten. Aber es war sehr, sehr schwer“, erinnert sich Aďka.
Obwohl Martin sich dessen noch nicht bewusst war, tat die Familie alles, was sie konnte. Sie massierten seine Hände, stimulierten ihn, sprachen mit ihm. Und dann kamen die ersten Anzeichen. Ein Händedruck, winzige Reaktionen, die nur eines bedeuteten – Hoffnung.
Als Martin nach langen Wochen nach Hause kam, erwachte er vollständig, als er aus dem Fenster des Zimmers blickte. „Meine Straße“, sagte er und erinnert sich noch heute daran. Zu Hause setzte er die Puzzleteile seiner Geschichte langsam zusammen und erkannte, dass er eine zweite Chance im Leben bekommen hatte.
Und dann kam Adeli. Vom ersten Aufenthalt erinnert er sich nicht mehr viel, aber sein April-Turnus war schon etwas anderes. Aus dem liegenden Martin, später Rollstuhlfahrer, wird nach Adeli plötzlich wieder mobil. „Wunder geschehen“, sagt Martin mit einem schönen Lächeln. Er rehabilitiert auch intensiv zu Hause, und die Therapien in Adeli bringen ihn bemerkenswert voran. Alles ist noch vorsichtig, langsamer, aber Martin gibt nicht auf. Sein Ziel ist klar: so nah wie möglich zu dem Leben zurückzukehren, das er liebte. Wieder Sport treiben. Wieder aufs Fahrrad steigen. Und vor allem zu seinen Schülern zurückkehren – zum Geschichtsunterricht, der nie nur sein Beruf, sondern eine echte Berufung war.
Dank seines enormen Willens, der Liebe seiner Familie und intensiver Rehabilitation im Adeli macht er riesige Fortschritte. Er muss jedoch noch einmal nach Adeli zurückkehren. Lassen Sie uns ihm mit einem noch so kleinen Beitrag helfen, wieder ins Leben zurückzufinden und wieder fest auf eigenen Füßen zu stehen.